Der erste Blick in die Ergebnisliste
Sie geben eine URL ein, klicken auf Analysieren, und Sekundenbruchteile später steht dort eine Liste mit zwanzig, dreißig Zeilen. Ganz oben der Statuscode, darunter Server, Content-Type, dann eine ganze Reihe Header, deren Namen man nicht jeden Tag liest. Wer das Tool zum ersten Mal benutzt, fragt sich meistens zuerst: Was davon ist überhaupt relevant für mich?
Die kurze Antwort: kommt auf Ihr Anliegen an. Ein SEO-Verantwortlicher schaut zuerst auf Statuscode und Redirect-Kette, ein Entwickler auf Caching und CORS, jemand aus der IT-Sicherheit auf die Security-Header. Die folgenden Abschnitte gehen genau in dieser Reihenfolge durch, was in der Ergebnisliste steckt und wie Sie es lesen.
Statuscode zuerst
Ganz oben in der Ausgabe steht immer der HTTP-Statuscode. Er verrät in einer Zahl, wie die Anfrage gelaufen ist.
- 2xx, Erfolg:
200 OKist der Normalfall, daneben gibt es204 No Contentund206 Partial Contentfür Teilantworten. - 3xx, Umleitung:
301steht für eine dauerhafte Weiterleitung und ist SEO-relevant,302ist nur temporär,304bedeutet, der Browser darf seine gecachte Version weiterverwenden. - 4xx, Fehler beim Client:
400Bad Request,401Unauthorized,403Forbidden,404Not Found,429Too Many Requests. - 5xx, Fehler beim Server:
500Internal Server Error,502Bad Gateway,503Service Unavailable,504Gateway Timeout.
Die Security-Header in der Liste
Direkt darunter finden Sie normalerweise die sicherheitsrelevanten Header, sofern die Seite sie überhaupt setzt. Fehlt einer davon komplett, ist das kein Beinbruch, aber ein Hinweis, dass an dieser Stelle noch Spielraum ist.
- Strict-Transport-Security (HSTS): erzwingt HTTPS bei wiederkehrenden Besuchern. Als Zielwert hat sich
max-age=63072000; includeSubDomains; preloadetabliert. - Content-Security-Policy (CSP): definiert, aus welchen Quellen Skripte, Styles und Bilder geladen werden dürfen. Wirksamer Schutz gegen XSS, deutlich mächtiger als das veraltete
X-XSS-Protection. - X-Content-Type-Options: nosniff: unterbindet MIME-Type-Sniffing, damit der Browser eine JSON-Antwort nicht versehentlich als HTML interpretiert.
- X-Frame-Options / frame-ancestors: verhindert, dass Ihre Seite in einem fremden iFrame für Clickjacking missbraucht wird.
- Referrer-Policy: steuert, wie viel Referrer-Information beim Verlassen der Seite mitgeschickt wird.
strict-origin-when-cross-origingilt als solide Vorgabe. - Permissions-Policy: schaltet Browser-APIs wie Kamera, Mikrofon oder Standort für Kontexte ab, die sie nicht brauchen.
- Cross-Origin-Opener-Policy und Cross-Origin-Embedder-Policy: ermöglichen die Isolation, die etwa für SharedArrayBuffer nötig ist.
Was die Caching-Header aussagen
Weiter unten in der Liste taucht meistens Cache-Control auf, oft zusammen mit ETag und Vary. Ein paar Muster, die sich in der Praxis bewährt haben:
Cache-Control: public, max-age=31536000, immutablefür Assets, deren Dateiname einen Hash trägt und die sich damit nie unbemerkt ändern.Cache-Control: no-cachezusammen mitETagfür HTML, das bei jedem Aufruf neu validiert werden soll.Cache-Control: privatefür Inhalte, die an einen einzelnen Nutzer gebunden sind und nie auf einem Proxy landen dürfen.Vary: Accept-Encoding, User-Agent, damit CDNs verschiedene Varianten derselben URL sauber auseinanderhalten.
Der Rest der Liste
- Content-Type: MIME-Typ und Zeichensatz, etwa
text/html; charset=utf-8. - Content-Encoding:
gzip,broderzstdals Kompressionsverfahren für die Übertragung. - Server: verrät die eingesetzte Webserver-Software. Aus Sicherheitsgründen wird dieser Header häufig gekürzt oder ganz entfernt.
- X-Powered-By: zeigt das verwendete Framework, zum Beispiel
PHP/8.2. Sollte man aus demselben Grund lieber abschalten. - Alt-Svc: signalisiert, dass der Server auch HTTP/3 unterstützt.
- Set-Cookie: hier lohnt sich ein Blick auf die Flags
Secure,HttpOnlyundSameSite.
Wofür Sie das in der Praxis nutzen
Nach den ersten Analysen zeichnen sich meist wiederkehrende Anwendungsfälle ab: das Kontrollieren von Redirect-Ketten nach einer Domain-Migration, das Nachweisen fehlender Security-Header vor einem Audit, das Prüfen, ob ein CDN die Caching-Regeln wirklich umsetzt, oder das Debuggen einer CORS-Fehlermeldung, die sich mit einem fehlenden Access-Control-Allow-Origin-Header erklären lässt.
Datenschutz
Das Tool schickt eine einzelne HEAD- beziehungsweise GET-Anfrage an die angegebene URL und zeigt Ihnen die Antwort direkt an. Weder URL noch Header-Inhalte werden bei uns dauerhaft gespeichert.