WHOIS Abfrage: Domain-Inhaber und Registrar herausfinden

Kostenlose WHOIS-Abfrage für Domains und IP-Adressen. Sie erfahren Registrar, Erstellungs- und Ablaufdatum, Nameserver und Status, für alle gängigen TLDs inklusive .de.

Zuletzt aktualisiert: 11. Juni 2026

„Wem gehört diese Domain eigentlich?"

Diese Frage taucht meist in einem von drei Momenten auf. Sie wollen eine Domain kaufen, doch der bisherige Inhaber reagiert nicht auf Anfragen über die Website. Oder eine .de-Domain, die Sie für Ihr Unternehmen registrieren wollten, ist plötzlich vergeben, und Sie wissen nicht, wer sie sich gesichert hat. Oder es gibt intern Streit: Ein ehemaliger Mitarbeiter hat vor Jahren eine Domain auf seinen privaten Namen angemeldet, das Unternehmen zahlt seither die Rechnung, und formal ist unklar, wem sie gehört. In all diesen Fällen ist WHOIS der erste Anlaufpunkt, bevor Anwalt oder Registrar eingeschaltet werden.

Was die Abfrage zeigt, und was nicht mehr

WHOIS ist ein jahrzehntealtes Protokoll. Die Antwort kommt direkt von der zuständigen Registry, bei .de-Domains von der DENIC, bei .com von VeriSign, bei IP-Adressen von einer regionalen Internet-Registry. Typischerweise erhalten Sie:

  • Registrar: der Anbieter, über den die Domain läuft, etwa IONOS, GoDaddy, united-domains oder Cloudflare Registrar.
  • Erstellungsdatum: wann die Domain zum ersten Mal registriert wurde.
  • Ablaufdatum: bis wann die Registrierung läuft, bevor die Domain wieder frei wird.
  • Nameserver: welche Server die DNS-Zone verwalten.
  • Domain-Status: Codes wie clientTransferProhibited, die zeigen, ob ein Registrar-Wechsel derzeit gesperrt ist.

Was Sie in den meisten Fällen nicht mehr sehen: Name, Adresse oder E-Mail des Inhabers. Dazu gleich mehr.

Der Sonderfall .de

Bei .de-Domains gibt die DENIC von sich aus nur einen reduzierten Datensatz heraus: technischer Status, Registrar, Nameserver. Wer den Inhaber ermitteln möchte, braucht ein berechtigtes Interesse und muss ein gesondertes Auskunftsformular bei der DENIC stellen, etwa bei einer Markenrechtsverletzung. Unser Tool zeigt genau das, was die DENIC öffentlich freigibt, nicht mehr und nicht weniger.

Warum der Inhaberdatensatz oft leer ist

Seit Mai 2018 geben die meisten europäischen und viele internationale Registries keine personenbezogenen Daten mehr ungefragt heraus. Statt eines Namens sehen Sie „Redacted for Privacy" oder die generische Adresse des Registrars. Das ist keine Einschränkung unseres Tools, sondern geltende DSGVO-Rechtslage. Für eine Kontaktaufnahme bleibt meist nur der Weg über ein Formular des Registrars oder, bei .de, über die DENIC-Auskunft.

WHOIS für IP-Adressen

Das gleiche Prinzip funktioniert bei IP-Adressen, nur antwortet hier eine von fünf regionalen Internet-Registries: RIPE NCC für Europa, den Nahen Osten und Zentralasien, ARIN für Nordamerika, APNIC für den asiatisch-pazifischen Raum, LACNIC für Lateinamerika und die Karibik sowie AFRINIC für Afrika. Zurück kommen Organisation, Netz-Range im CIDR-Format, Adresse und AS-Nummer. Nützlich zum Beispiel, um zu prüfen, ob eine angreifende IP-Adresse aus einem bekannten Hoster-Netz stammt oder aus einem privaten Anschluss.

Wofür Sie das in der Praxis brauchen

Vor dem Domain-Kauf prüfen viele, wie alt eine Domain ist und wann sie zuletzt geändert wurde, weil das den Wert beeinflusst. Wer eine eigene Domain besitzt, behält das Ablaufdatum im Blick, damit sie nicht versehentlich an einen Dropcatcher fällt. Bei einer Markenrechtsverletzung liefert das WHOIS den Registrar, an den eine Abmahnung zugestellt werden kann. Und bei Spam oder Angriffen lässt sich über das Abuse-Kontaktfeld der Registry Kontakt aufnehmen.

Wie wir mit Ihrer Anfrage umgehen

Ihre Eingabe wird an die zuständige Registry weitergereicht, die Antwort direkt zurückgegeben. Eine Historie Ihrer Abfragen speichern wir nicht. Ein Rate-Limit verhindert automatisiertes Massenabfragen, das sonst schnell zu einer Sperre bei der Registry führen würde.

Häufige Fragen zu WHOIS

Warum sehe ich bei manchen Domains Kontaktdaten, bei anderen nicht?

Das hängt von der jeweiligen Registry ab. Europäische und viele internationale Registries redigieren personenbezogene Daten seit der DSGVO konsequent. Bei manchen außereuropäischen TLDs oder gewerblichen Inhabern (die als juristische Person weniger streng geschützt sind) tauchen Kontaktdaten dagegen weiterhin auf.

Ist eine WHOIS-Abfrage überhaupt erlaubt?

Ja. Die Abfrage liefert ausschließlich Informationen, die die Registry ohnehin öffentlich bereitstellt. Nicht erlaubt ist es, die Daten massenhaft für Spam oder andere missbräuchliche Zwecke zu sammeln, das untersagen die Nutzungsbedingungen der Registries.

Was bedeuten Statuscodes wie clientTransferProhibited?

clientTransferProhibited sperrt einen Wechsel des Registrars. clientDeleteProhibited schützt vor versehentlicher Löschung. serverHold bedeutet, dass die Domain durch die Registry aktuell nicht aufgelöst wird, meist bei rechtlichen Problemen.

Gibt es eine modernere Alternative zu WHOIS?

Ja, RDAP liefert strukturierte JSON-Antworten statt reinen Text und wird von vielen Registries parallel angeboten. Unser Tool bleibt beim klassischen WHOIS-Format, weil es für praktisch jede TLD verfügbar ist, RDAP dagegen noch nicht flächendeckend.

Finde ich über WHOIS heraus, wer hinter einer Website ohne Impressum steckt?

In den meisten Fällen leider nein, da Inhaberdaten bei Privatpersonen redigiert sind. Fehlt einem gewerblichen Angebot das gesetzlich vorgeschriebene Impressum, ist das WHOIS-Ergebnis meist wenig hilfreich, hier hilft eher eine Meldung an den Hoster oder rechtliche Schritte.