Zeichen- und Wortzähler: Text online analysieren

Zählt Wörter, Zeichen mit und ohne Leerzeichen, Zeilen, Sätze und Absätze, inklusive Lesezeit-Schätzung. Mit Zeichenlimits für Social Media, SEO-Texte und Bewerbungen.

Zuletzt aktualisiert: 27. Januar 2026

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Ein Formularfeld, ein Limit von 2.000 Zeichen, und Ihr Anschreiben ist zu lang

Ein Wortzähler ist ein Werkzeug, das Text in Zahlen übersetzt: Wörter, Zeichen, Sätze, Absätze, geschätzte Lesezeit. Klingt banal, bis Sie im Bewerbungsportal eines Unternehmens vor einem Motivationsschreiben-Feld sitzen, das exakt 2.000 Zeichen erlaubt, und Ihr Text in Word auf 2.340 kommt. Word zeigt zwar eine Wortzahl unten links an, aber Zeichen mit und ohne Leerzeichen getrennt, das bekommen Sie dort nicht ohne Umweg über die erweiterten Statistiken.

Hier fügen Sie den Text einfach ein und sehen sofort, wie viele Zeichen Sie streichen müssen, und ob es an langen Schachtelsätzen liegt oder einfach an der Textmenge insgesamt.

Was gezählt wird

  • Wörter, getrennt durch Leerzeichen, Satzzeichen oder Zeilenumbrüche.
  • Zeichen mit Leerzeichen und Zeichen ohne Leerzeichen, separat ausgewiesen.
  • Zeilen und Absätze.
  • Sätze, erkannt an Punkt, Ausrufe- und Fragezeichen.
  • Geschätzte Lesezeit, berechnet mit rund 225 Wörtern pro Minute.

Zeichenlimits, die in der Praxis wirklich auftauchen

  • Google-Title: etwa 60 Zeichen, danach schneidet Google in den Suchergebnissen ab.
  • Google-Meta-Description: 140 bis 160 Zeichen.
  • Post auf X (ehemals Twitter): 280 Zeichen.
  • Instagram-Bio: 150 Zeichen.
  • Instagram-Caption: bis zu 2.200 Zeichen, sichtbar sind ohne Klick auf "mehr" nur die ersten 125.
  • LinkedIn-Post: 3.000 Zeichen.
  • YouTube-Titel: 100 Zeichen.
  • SMS: 160 Zeichen, längere Nachrichten werden vom Netz automatisch aufgeteilt.
  • E-Mail-Betreffzeile: auf Mobilgeräten werden meist nur die ersten 40 bis 50 Zeichen angezeigt.

Wie lang sollte ein Text für SEO sein?

Eine feste Zahl gibt es nicht, trotzdem lässt sich beobachten, dass gut rankende Blogartikel häufig zwischen 1.500 und 2.500 Wörtern liegen. Der Grund ist vermutlich nicht die Länge an sich, sondern dass ein Thema in dieser Textmenge eher vollständig behandelt wird als in 400 Wörtern. Kürzere Formate sind deshalb keineswegs automatisch schlechter, sie passen nur zu einem anderen Zweck.

  • Blogartikel: 1.000 bis 2.500 Wörter, abhängig vom Thema.
  • Landingpage: 300 bis 800 Wörter reichen in den meisten Fällen.
  • Produktbeschreibung: 150 bis 400 Wörter.
  • Glossar-Eintrag: 100 bis 300 Wörter.

Wort- oder Zeichenzählung: wer rechnet womit?

Wissenschaftliche Arbeiten rechnen oft in Zeichen mit Leerzeichen, eine Normseite entspricht etwa 1.500 Zeichen. Journalisten denken eher in Wörtern. Übersetzer arbeiten mit Normzeilen zu 55 Zeichen, weil danach häufig auch abgerechnet wird. SEO-Texter brauchen meistens beide Werte gleichzeitig. Deshalb zeigt das Tool alle Kennzahlen nebeneinander an, statt Sie auf eine Metrik festzulegen.

Lesbarkeit: kurz ist nicht automatisch besser

Ein paar Stellschrauben, die tatsächlich etwas bringen: Sätze im Schnitt auf 15 bis 20 Wörter begrenzen, Absätze nicht länger als 3 bis 4 Sätze halten, aktive statt passive Formulierungen bevorzugen und Fachbegriffe beim ersten Auftauchen kurz erklären. Der Flesch-Lesbarkeitsindex bildet das in einem Wert zwischen 0 (sehr schwer) und 100 (sehr leicht) ab, für ein breites Publikum ist ein Bereich von 60 bis 70 ein guter Richtwert. Dieses Tool berechnet den Flesch-Index allerdings nicht mit, dafür braucht es ein spezialisiertes Analyse-Tool.

Wofür Sie das im Alltag nutzen können

  • Bewerbungstexte und Motivationsschreiben auf ein vorgegebenes Zeichenlimit trimmen.
  • Abstracts oder Zusammenfassungen auf eine exakte Wortzahl bringen.
  • Social-Media-Posts vor dem Absenden noch einmal auf die Plattformgrenze prüfen.
  • Übersetzungs- oder Textaufträge nach Normzeilen kalkulieren.

Datenschutz

Die Auswertung läuft ausschließlich in Ihrem Browser. Ihr Text wird nicht an unseren Server übertragen und nirgendwo gespeichert.

Häufige Fragen zum Zeichen- und Wortzähler

Zählen Emojis als Zeichen mit?

Ja, ein Emoji zählt als Unicode-Zeichen. Beachten Sie aber, dass einzelne Plattformen wie X manche Emojis intern als zwei Zeichen werten, das Tool hier folgt der technischen Unicode-Zählung.

Wie genau ist die geschätzte Lesezeit?

Sie basiert auf 225 Wörtern pro Minute, einem gängigen Durchschnittswert. Bei sehr technischen oder fremdsprachigen Texten lesen die meisten Menschen langsamer, die Schätzung weicht dann nach unten ab.

Zählt "Datenbank-Migration" als ein Wort oder zwei?

Als ein Wort. Der Bindestrich gilt nicht als Worttrenner, nur Leerzeichen, Satzzeichen und Zeilenumbrüche trennen Wörter voneinander.

Was ist eine Normseite, und warum wird danach abgerechnet?

30 Zeilen zu 60 Zeichen ergeben 1.800 Zeichen inklusive Leerzeichen, das ist eine Normseite. Der Wert stammt aus dem Verlagswesen und dient bis heute als Grundlage für Honorarberechnungen bei Lektorat und Übersetzung.

Erkennt das Tool auch Sätze korrekt, die mit einer Abkürzung enden?

Nicht immer zuverlässig. Abkürzungen wie "z.B." oder "d.h." enthalten Punkte, die eine einfache Satzerkennung fälschlich als Satzende interpretieren kann. Bei stark abkürzungslastigen Texten kann die Satzanzahl deshalb leicht über der tatsächlichen liegen.